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Gruppe der „Schnellergilde“:
Gegründet: 4. Dezember 2007
Hintergrund:
Karbatsche (aus poln.karbacz, aus
türk. kyrbatsch) die, starke, aus
ledernen Riemen geflochtene Peitsche" heißt es kurz und knapp im
"Großen Brockhaus" von 1955. Karbatschen dienen in Ungarn,
Rumänien und anderen Ländern in Osteuropa den Viehhirten als
Rinderpeitschen. Sie sind dort heute noch in Gebrauch, wovon man
sich beim Urlaub in der Puszta unschwer überzeugen kann. Die
heutigen Karbatschen für die Fasnacht werden aus Hanf gemacht,
der sich aufgrund seiner Festigkeit dafür ganz besonders eignet.
In dem Buch "Gestalten der schwäbisch-alemannischen Fasnacht"
von Martin Blümcke wird deutlich,
welche Bedeutung das Schnellen mit der Karbatsche in unserer
Region hat. Hier soll sie symbolisch den Winter austreiben.
Daher hört man dieses pistolenschussartige Knallen der
Karbatschen erstmals am Dreikönigstag, wenn pünktlich um 12 Uhr
mittags der weihnachtliche Brauchkreis endet und sich zugleich
die Zeit der Fasnet lautstark bemerkbar macht.
Auch in Mimmenhausen stößt man ab
dem Dreikönigsfest immer wieder auf Buben und Männer jeden
Alters, die ihre Karbatschen-Künste zeigen. Auf Treiben von
Präsident Dieter Berger und Narrenrat Helmut Müller versammelten
sich diese anlässlich des Winkelfestes im Jahre 2006. Unter den
sachverständigen Augen der Jury, angeführt von den beiden
Ehrennarren Herbert Möhrle und Werner Stehle wurde erstmals ein
Preisschnellen durchgeführt. 16 Teilnehmer fanden sich zusammen
und stellten ihre Fertigkeiten vor.
Karbatschen g´höret zur Fasnet – so ist das und so war
das auch
in den frühen Jahren des Narrenvereins
Goldkäfer Mimmenhausen, den 60ern. Junge und jung
gebliebene Schneller sammelten sich vereinzelt und in
kleinen
Gruppen, um die närrische Zeit mit lautstarkem
Schnellen zu untermalen. Narrenrat Helmut Müller war
damals
schon mit dabei, und er war es auch, der sich
mit
dieser Herzenssache an das Goldkäfer- Präsidium
wandte.
Am Fasnetsfreitig im Jahre 2006 war es soweit, als anlässlich
des Kinderballs eine
kleine
Schar von jungen Schnellern rund um den Schulhof eifrig aktiv
war. Spontan sprach
Goldkäfer Präse Dieter Berger diese an und ermunterte sie zum
Mitmachen am Winkelfest.
Dieses
findet ja turnusmäßig alle zwei Jahre am Fasnetssunntig im
historischen „Sauwinkel“
statt.
Dies mit überraschendem Ergebnis: In Windeseile sprach es sich
unter dem närrischen
Jungvolk
herum, und so gaben 16 Schneller ein erstes Stelldichein beim
Narrenbaum im
närrisch
– festlich herausgeputzten Winkel. Für das Jahr 2008 wurde dann
fasnachtlich ernst
gemacht:
Zur Gründung einer Gruppe der Schnellergilde fand eine erste
Versammlung am 4.
Dezember
2007 im Haus der Vereine statt. Damit wurde dem fasnachtlichen
Treiben nicht nur
ein
offizieller Rahmen eröffnet, sondern mit der Ankündigung des „1.
Mimmehuuser
Preisschnellen“ auch ein echtes Glanzlicht für das anstehende
Winkelfest gesetzt.
Im
Rahmen der Jährlichen Mitgliederversammlung im Jahre 2009 wurde
die Schnellergilde als
offizielle Gruppe des
Narrenvereins anerkannt.
Der Narrenverein freut sich über die Bereitschaft dieser
Schneller, sich zukünftig bei der örtlichen Fasnacht zu
präsentieren. Ein erstes Stelldichein gaben sie im diesem Jahr
2007 beim Häsabstauben, und: Sie
haben sich einiges vorgenommen!
Gruppenführer: Günter Zimmer (seit 2009) und Christian
Boonekamp (seit 2009)
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